Zum Hauptinhalt springen
Lustre - stock.adobe.com

Alkohol

Partykönig oder Krankmacher?

Alkohol zu trinken ist in Deutschland weit verbreitet. Für viele Menschen gehören Getränke mit Alkohol zum Feiern oder zum Essen dazu. Vielleicht trinkst du auch ab und zu auf Partys oder mit deinen Freunden und Freundinnen. Im ersten Moment macht Alkohol lustig und entspannt. Er kann aber auch zu unangenehmen Abstürzen führen und süchtig und krank machen. Doch wieviel Alkohol ist zu viel und welche Risiken gibt es? Die wichtigsten Infos zu Alkohol für dich.

Partykönig oder Krankmacher?

Alkohol zu trinken ist in Deutschland weit verbreitet. Für viele Menschen gehören Getränke mit Alkohol zum Feiern oder zum Essen dazu. Vielleicht trinkst du auch ab und zu auf Partys oder mit deinen Freunden und Freundinnen. Im ersten Moment macht Alkohol lustig und entspannt. Er kann aber auch zu unangenehmen Abstürzen führen und süchtig und krank machen. Doch wieviel Alkohol ist zu viel und welche Risiken gibt es? Die wichtigsten Infos zu Alkohol für dich.

Was ist Alkohol?

Alkohol ist ein chemischer Stoff, der in vielen Getränken wie Bier, Wein, Schnaps oder Cocktails enthalten ist.

Gut zu wissen

Unser Stoffwechsel wandelt Alkohol in ein Zellgift um, welches schädliche Auswirkungen auf unseren Körper und unsere Seele hat.

Wie wirkt Alkohol?

Klicke oder tippe auf die Emojis in unserer interaktiven Grafik, um zu erfahren, wie Alkohol im Körper wirkt.

Mit deiner Zustimmung werden hier Inhalte Dritter geladen, die auch Cookies des jeweiligen Anbieters verwenden können. Durch die Nutzung dieser Inhalte erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Die Menge des Alkohols im Blut nennt man Blutalkoholkonzentration. Sie wird in der Maßeinheit Promille gemessen. Bei Frauen steigt Alkohol im Blut schneller an als bei Männern.

Wann bin ich wieder nüchtern?

  • Wenn der Körper Alkohol abbaut, leistet er schwere Arbeit.
  • Alkohol wird zu einem kleinen Teil über die Niere, Haut und Lunge abgebaut.
  • Die größte Arbeit beim Abbau leistet allerdings die Leber.
  • Wann genau man wieder nüchtern ist, kann man nicht genau sagen, da jeder Körper individuell ist.
  • Allgemein kann man aber sagen, dass Frauen durchschnittlich 0,1 Promille pro Stunde abbauen, während Männer bis zu 0,2 Promille abbauen.

Promille-Quiz: Wie viel Promille habe ich?

Erfahre in unserem interaktiven Quiz, was bei verschiedenen Promillezahlen in deinem Körper, deinem Gehirn und mit deinen Sinnen passiert.

Beachte jedoch: Die Promillezahlen im Quiz sind ungefähre Werte. Wie bestimmte Mengen von Alkohol wirken, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. So sind etwa Kinder und Jugendliche viel empfindlicher gegenüber Alkohol als Erwachsene.

Mit deiner Zustimmung werden hier Inhalte Dritter geladen, die auch Cookies des jeweiligen Anbieters verwenden können. Durch die Nutzung dieser Inhalte erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Wieviel Alkohol kann ich trinken, ohne dass es ungesund ist?

  • In deiner Jugend entwickeln sich dein Gehirn und dein Körper noch. Die Entwicklung des Gehirns dauert sogar bis zu deinem 25. Lebensjahr.
  • Deine Zellen teilen sich schneller als bei Erwachsenen und sind deshalb anfälliger für Schäden. Auch die Leber von Kindern und Jugendlichen kann Alkohol nur in kleinen Mengen abbauen.
  • Wenn Jugendliche Alkohol trinken, hat das für sie also mehr Risiken als für Erwachsene.
  • Je regelmäßiger und öfter jemand Alkohol trinkt, desto größer werden die gesundheitlichen Risiken sowie die Gefahr, eine Sucht zu entwickeln.
  • Schon ab kleinen Mengen steigt das Risiko für spätere Erkrankungen. Eine sichere Menge gibt es nicht – weniger ist immer besser.
Gut zu wissen

Gegen ein Glas Sekt zum Anstoßen bei einem Geburtstag ist nichts einzuwenden, wenn du schon 16 bist. Wenn du Alkohol konsumierst, achte darauf, dass es dir an diesem Tag gut geht und du genug gegessen hast. Wichtig ist auch, dass du dich in der Situation wohl fühlst.

Trinke ich zu viel Alkohol?

Es gibt einen einfachen Test, der dir eine erste Orientierung über deinen Alkoholkonsum geben kann. Schau dir dazu unsere Grafiken im Slider an und zähle die Bierflaschen, die du bei der Beantwortung der Fragen sammelst.

In der Medizin gibt es mehrere Abstufungen darüber, wie viel Alkohol zu viel ist:

  • Es gibt keinen Alkoholkonsum ohne Risiko.
  • Bereits bei kleinen Mengen steigt das Risiko für spätere Erkrankungen.
  • Weniger zu trinken, lohnt sich immer.

Wenn man innerhalb einer kurzen Zeit sehr viel Alkohohol trinkt, spricht man von Rauschtrinken.

  • Schon ab einer geringen Promilleanzahl kann eine Alkoholvergiftung einsetzen.
  • Das Bewusstsein, die Denkleistung, Sinne und Emotionen sind gestört.
  • Häufige Anzeichen sind Erbrechen oder ein "Filmriss", das heißt wenn man sich nicht mehr an den Abend erinnen kann.
  • Eine Alkoholvergiftung kann auch zu Bewusstlosigkeit, Kreislaufversagen, Koma und Tod führen. Bei Bewusstlosigkeit einer betrunkenen Person, das heißt wenn die Person sich nicht mehr wecken lässt, sollte ein Rettungswagen gerufen und die Person in die stabile Seitenlage gebracht werden.

  • Davon spricht man, wenn über mindestens 1 Monat oder in den letzten 12 Monaten geistige und körperliche Schäden durch Alkoholkonsum aufgetreten sind.
  • Oft stört der schädliche Alkoholgebrauch auch Mitmenschen.

  • Alkoholabhängigkeit ist eine anerkannte Krankheit mit genauen Kriterien für eine Diagnose.
  • Sie kann dann enstehen, wenn das Trinken zur Gewohnheit wird und schwierige Situationen im Leben nicht mehr ohne Alkohol überwunden werden können.

Ab wann bin ich süchtig nach Alkohol?

  • Wenn du nicht mehr frei entscheiden kannst, wann, wie oft und wieviel du trinkst und wenn du immer größere Mengen trinken musst, um die Wirkung zu spüren, können das erste Warnsignale sein.
  • Das Konsumieren von Alkohol wird zum wichtigsten Teil in deinem Leben und du machst auch dann weiter, wenn du negative Folgen bemerkst.
  • Ein weiteres Zeichen ist das Auftreten von Entzugserscheinungen wie Schwitzen, Zittern oder Unruhe, wenn du keinen oder weniger Alkohol trinkst.
Gut zu wissen

Für die Diagnose von Abhängigkeit gibt es genaue Kriterien. Die Diagnose muss jedoch immer von einem Arzt oder einer Ärztin gestellt werden. Wenn du Hilfe brauchst, suche eine Suchtberatungsstelle oder deine Ärztin oder deinen Arzt auf.

Was sind die Folgen, wenn ich Alkohol trinke?

  • Risiken für die Gesundheit gibt es schon vor einer Alkoholabhängigkeit.
  • Es gibt direkte Folgen, wenn man zu viel Alkohol trinkt.
  • Es gibt aber auch Langzeitfolgen, die man nicht sofort merkt.
  • Langzeitfolgen entstehen, wenn man über einen längeren Zeitraum oft und viel trinkt.
  • Alkohol erhöht das Risiko für über 200 Erkrankungen und schädigt fast alle Organe.
Gut zu wissen

Nicht nur der eigene Körper und die eigene Psyche leiden unter zu viel Alkohol, sondern auch andere Personen können Schaden nehmen, zum Beispiel, wenn man betrunken Auto fährt und einen Unfall verursacht.

Da die Behandlung von gesundheitlichen Folgen durch Alkohol viel Geld kostet und es viele Krankheitstage dadurch gibt, sind auch unser Gesundheitssystem und die Wirtschaft betroffen.

Ohne Alkohol geht auch

Auf Social Media gibt es immer wieder Trends, die zu weniger Alkoholkonsum oder Alkoholverzicht anregen. Vielleicht hast du auch Lust, den „Dry January“ oder „Sober October“ auszuprobieren. Bereits einen Monat keinen Alkohol zu trinken, hat Vorteile für dich und deine Gesundheit. Erfahre mehr in unseren Grafiken.

Prof. Dr. Hans-Jürgen Rumpf von der Universität zu Lübeck, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie hat diesen Beitrag wissenschaftlich gecheckt.

  • Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) & Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. (DG-SUCHT). (2020). S3-Leitlinie Screening, Diagnostik und Behandlung alkoholbezogener Störungen
  • De Visser, R. O., & Piper, R. (2020). Short- and Longer-Term Benefits of Temporary Alcohol Abstinence During ‘Dry January’ Are Not Also Observed Among Adult Drinkers in the General Population: Prospective Cohort Study. Alcohol and Alcoholism, 55(4), 433–438.
  • Orth, B., & Merkel, C. (2022). Der Substanzkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland. Ergebnisse des Alkoholsurveys 2021 zu Alkohol, Rauchen, Cannabis und Trends. BZgA-Forschungsbericht.
  • Rumpf, H.-J., Wohlert, T., Freyer-Adam, J., Grothues, J., & Bischof, G. (2013). Screening Questionnaires for Problem Drinking in Adolescents: Performance of AUDIT, AUDIT-C, CRAFFT and POSIT. European Addiction Research, 19(3), 121–127.
  • Seitz, H. K., Lesch, O.-M., Spanagel, R., Beutel, M., & Redecker, T. G. (2020). Alkoholabhängigkeit (9. Auflage). Suchtmedizinische Reihe, Band 1. Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V.

Letzte Aktualisierung: 23.10.2023