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#Fitspiration

Gibt es den perfekten Körper?

Social Media sind voll von scheinbar „perfekten Körpern“, beeindruckenden Muskeln und einem „gesunden Lifestyle“. Vielleicht hast du dich schon einmal mit solchen Vorbildern verglichen. Wie beeinflussen uns Darstellungen von Körpern oder Fitness-Lifestyles in sozialen Medien? Wir haben recherchiert.

Gibt es den perfekten Körper?

Social Media ist voll von scheinbar „perfekten Körpern“, beeindruckenden Muskeln und einem „gesunden Lifestyle“. Vielleicht hast du dich schon einmal mit solchen Vorbildern verglichen. Wie beeinflussen uns Darstellungen von Körpern oder Fitness-Lifestyles in sozialen Medien? Wir haben recherchiert.

Real und ideal?

  • Viele Posts zeigen uns tolle Momentaufnahmen von Dingen, Orten, Erlebnissen und Körpern. Dass es auch mal schlechte Momente geben kann, wird oft nicht gezeigt.
  • Viele Bilder in Social Media sind bearbeitet, etwa mit Filtern für eine perfekte Haut oder mit Tools, die Körper formen können.
  • Bestimmte Posen, Winkel oder speziellesLicht können schnell ein paar Kilos, Cellulite oder Dehnungsstreifen weg- oder ein Sixpack und mehr Bizeps hinzaubern.
  • Bedenke auch, dass viele Influencerinnen und Influencer viel mehr Zeit für Training und Aussehen aufwenden können, weil es ihr Job ist. Neben der Schule oder einem Vollzeitjob bleibt für viele Menschen gar nicht so viel Zeit, um hart und viel zu trainieren oder sich besonders stark um das eigene Aussehen zu kümmern.
  • Kurz und gut: Was wir sehen, sieht zwar ideal aus, es entspricht aber oft nicht der Realität.

Was sind Filterblasen?

Hast du schon einmal von sogenannten "Filterblasen" in sozialen Medien gehört? Klicke dich durch unsere interaktive Grafik und erfahre mehr darüber.

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  • In den sozialen Medien neigen wir dazu, uns mit Menschen zu umgeben, die ähnliche Körperideale haben.
  • Dadurch können sich Filterblasen bilden, in denen nur bestimmte Körperbilder als erstrebenswert angesehen werden.
  • So sehen wir nicht die gesamte Vielfalt an Körpergrößen, -formen und -typen. Das kann zu einem eingeschränkten Verständnis von Schönheit oder Fitness führen.
  • Wir alle haben unterschiedliche körperliche Voraussetzungen, die auch in unseren Genen liegen und die wir oftmals gar nicht ändern können.
  • Aus diesem Grund machen Vergleiche oft keinen Sinn.

Fitness ist mehr als nur Aussehen

  • In vielen Trends und Posts in Social Media wird ein eigenes, neues Verständnis von Gesundheit oder einem gesunden Körper entwickelt und Userinnen und Usern vermittelt. Oft ist dieses Verständnis auf das Aussehen beschränkt.
  • Fitness und Gesundheit sind mehr als nur ein „fit aussehender“ Körper.
  • Ein bestimmtes Aussehen kann zwar ein Ziel von regelmäßigem Training sein. Andere positive Effekte sind jedoch genau so wichtig. Zum Beispiel kleine Erfolgserlebnisse, wie mehr Kilometer beim Joggen zu schaffen oder mehr Gewicht als beim letzten Mal zu stemmen.
  • Auch ein tolles Gefühl nach dem Sport oder mehr Wohlbefinden sind positive Effekte.

Klicke oder tippe auf die Buttons in unserer interaktiven Grafik, um mehr positive Effekte zu erfahren.

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Was kann ich tun?

Wenn du das Gefühl hast, Social Media beeinflussen dein eigenes Körperbild negativ, kannst du es mit folgenden Tipps versuchen: 

  • Folge Profilen mit diversen und realistischen Körperbildern. Das kann dir helfen, ein vielfältigeres Schönheitsideal zu entwickeln.
  • Sieh dir ganz „normale“ Menschen im echten Leben um dich herum an: Wie viele haben einen „perfekten“ Körper oder ein „perfektes“ Gesicht?
  • Jede Person hat individuelle Stärken und Schwächen.
  • Vielleicht hilft es dir, dir deine eigenen Stärken bewusst zu machen: Was kannst du besonders gut? Was machst du gerne? Was hast du in letzter Zeit geschafft?
  • Frage dich auch: Was sind meine Bedürfnisse, um mich gut zu fühlen? Brauche ich einen „perfekt“ aussehenden Körper?
Essstörungen und Social Media

In einigen Studien wird ein Zusammenhang zwischen der Nutzung von Social Media und Essstörungen diskutiert. Wir haben hier die wichtigsten Infos und Hilfsangebote zu Essstörungen gesammelt.

Prof. Dr. Christine Joisten von der Deutschen Sporthochschule Köln hat diesen Beitrag wissenschaftlich gecheckt.

  • Feltman, C. E., & Szymanski, D. M. (2018). Instagram Use and Self-Objectification: The Roles of Internalization, Comparison, Appearance Commentary, and Feminism. Sex Roles, 79(9-10), 594-607.
  • Klapp, A.-L., & Klotter, J. C. (2019). #Fitness vs. #BodyPositive – die unterschiedliche soziale Konstruktion von Gesundheit auf Instagram. Prävention und Gesundheitsförderung, 14(4), 362–367.
  • Klier, K., Rommerskirchen, T., & Brixius, K. (2022). #fitspiration: A comparison of the sport-related social media usage and its impact on body image in young adults. BMC Psychology, 10(1), 320. 
  • Schoenenberg, K., & Martin, A. (2020). Bedeutung von Instagram und Fitspiration-Bildern für die muskeldysmorphe Symptomatik: Internalisierung des männlichen Schönheitsideals durch soziale Medien. Psychotherapeut, 65(2), 93–100.
  • Vuong, A. T., Jarman, H. K., Doley, J. R., & McLean, S. A. (2021). Social Media Use and Body Dissatisfaction in Adolescents: The Moderating Role of Thin- and Muscular-Ideal Internalisation. International Journal of Environmental Research and Public Health, 18(24), 13222.

Letzte Aktualisierung: 23.10.2023