Wer träumt nicht ab und zu davon, mal so richtig zu entspannen und es sich im Bett gemütlich machen? Ohne lästige Aufgaben und Unterbrechungen, versteht sich.
Auf Social-Media trendet das Thema Bedrotting – eine Kombination der englischen Wörter für Bett und Gammeln. Zahlreiche junge Menschen posten Videos von ihren faulen Tagen im Bett, in denen sie Fernsehen schauen, auf dem Smartphone scrollen oder einfach nur chillen und schlafen.
Bedrotting: Es gibt Risiken und Nebenwirkungen
Dabei soll die Verweigerung von Produktivität für eine lang ersehnte Erholung sorgen. Aber ist Bedrotting wirklich reine Entspannung, oder kann langes Im-Bett-Liegen auch schädlich für die körperlich und psychische Gesundheit sein?
Bisher existieren kaum Studien, die sich mit dem neuen Phänomen Bedrotting beschäftigen. Bei der Einordnung helfen aber bereits bekannte Erkenntnisse der Forschung zu den Themen:
- Schlaf
- Bildschirmzeit
- Bewegung
- Sozialkontakte
Schlafstörungen und Depressionen
Geregelte Schlafenszeiten und Bewegung am Tag unterstützen den Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers. Wer tagsüber schläft, kann abends schwerer ein- und durchschlafen. Auch die übermäßige Nutzung von Computer und Handy stört den Schlafrhythmus. Jugendliche, die viel Zeit in den sozialen Medien verbringen, erholen sich im Schlaf außerdem schlechter. Die WHO empfiehlt täglich mindestens 60 Minuten Bewegung für Kinder und Jugendliche, um gesund zu bleiben.
- Schlafstörungen,
- das Fehlen von Bewegung und Sozialkontakten sowie
- eine höhere Bildschirmzeit
sind bekannte Risikofaktoren für Depressionen.
Wie immer ist hier wohl die Dosis entscheidend: Ab und zu länger im Bett zu gammeln, empfinden manche Menschen als erholsam. Den ganzen Tag oder sogar Tage nur im Bett zu liegen, kann sich aber schädlich auf die körperliche und mentale Gesundheit auswirken.
Unterrichtsimpuls:
Viele Kinder und Jugendlich sind gestresst. Reden Sie mit Ihren Schülerinnen und Schüler darüber, wie sie sich im Alltag entspannen und listen Sie die Antworten auf. Nehmen Sie den neuen Trend Bedrotting als Aufhänger und ersten Punkt in der Liste.
Im Anschluss können Sie gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern diskutieren, welche der genannten Methoden hilfreich und gesundheitsfördernd sind. Weisen Sie auf die Risiken von Bedrotting wie Schlafstörungen, hohe Bildschirmzeit und zu wenig Bewegung hin.
Führen Sie mit den Schülerinnen und Schülern eine Gedankenreise oder eine Atemtechnik zur Entspannung durch.
Diskutieren Sie im Anschluss darüber, was sich im Körper und den Gedanken verändert hat. Erklären Sie, was wirklich dabei helfen kann, sich zu entspannen.
Weitere Informationen zu Entspannung finden Sie bei unseren Tipps gegen Stress.
Außerdem haben wir Projektideen zum Thema Entspannung für Sie zusammengetragen.