Für die Studie „KI-Chatbots als Alltagsbegleiter für Jugendliche“ vom Institut für Jugendkulturforschung und Kulturvermittlung in Wien wurden 500 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren befragt. Zusätzlich gab es zwei Fokusgruppen in Jugendeinrichtungen mit insgesamt 14 Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren.
Dabei zeigte sich, dass KI-Chatbots von Jugendlichen für alle Lebensbereiche genutzt werden:
- 73 % nutzen Chatbots für Hausaufgaben und schulische Aufgaben
- 55 % holen sich Informationen und Ratschläge für verschiedene Lebensbereiche wie zu Freizeitgestaltung, Gesundheit oder Beziehungen
- 31 % sprechen mit KI über Sorgen und Probleme
- 26 % nutzen Chatbots zum Stressabbau
Jugendliche wünschen sich mehr Orientierung
Mehr als die Hälfte der befragten Jugendlichen würde gerne besser verstehen, wie KI funktioniert. Knapp die Hälfte der Jugendlichen gab an, dass ihnen die Funktionsweise von KI noch nie altersgerecht erklärt wurde. Die Mehrheit (zwei Drittel) der Befragten erwartet dabei Unterstützung in der Schule, ein Drittel von den Eltern.
Wie wichtig es ist, über die Funktionsweise und Risiken bei Nutzung der Chatbots informiert zu sein, zeigt eine weitere Studie. Forschende untersuchten, wie gut Chatbots bei Gesundheitsfragen funktionieren. Dabei wurde ein Großteil von Erkrankungen von der KI nicht richtig erkannt. Ein Grund dafür war, dass die Betroffenen entscheidende Informationen bei den Anfragen weglassen. Eine gute Kommunikation zwischen Menschen und KI ist in diesem Bereich daher besonders wichtig.
Impuls für die Umsetzung des Themas im Unterricht:
Weiterbildungen, Unterrichtsmaterialien und Kurse für Schulklassen zum Thema KI bieten zum Beispiel
- Die EU-Initiative klicksafe
- Das Magazin „mebis“ des Staatsinstitus für Schulqualität und Bildungsforschung
- Das Portal „KI macht Schule“
Die Initiative wurde 2019 von Dr. Steffen Schneider, dem Leiter des Dynamical Interference Lab bei Helmholtz Munich gegründet.
Unsere Quellen:
- Mehr zur Studie „KI-Chatbots als Alltagsbegleiter für Jugendliche“ vom Institut für Jugendkulturforschung und Kulturvermittlung im Auftrag des Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) und der ISPA – Internet Service Providers Austria im Rahmen der EU-Initiative Saferinternet.at.
- Die Studie „Reliability of LLMs as medical assistants for the general public: a randomized preregistered study” ist in “Nature Medicine” erschienen.