Unter Hashtags wie #SkinnyTok oder #Skinny propagieren vor allem junge Frauen einen extrem schlanken Körper als Ideal – oft begleitet von "What I eat in a day"-Videos mit Mahlzeiten, die extrem wenig Kalorien haben sowie Fitness-Zeitplänen und dem sogenannten Skinny-Girl-Mindset. Dünn sein wird hier nicht nur auf das Aussehen bezogen, sondern als Lebensstil und moralische Überlegenheit inszeniert.
Inzwischen hat TikTok auf die massive Kritik reagiert und den Hashtag SkinnyTok gesperrt. Der Trend läuft aber unter anderen Namen wie #Skinny weiter.
Warum ist der Trend problematisch?
Viele Jugendliche verbringen täglich mehrere Stunden auf TikTok. Die Inhalte wirken nahbar, authentisch und prägen so massiv das Körperbild. Aktuelle Studien und Übersichtsarbeiten zeigen: Je intensiver der Social-Media-Konsum, desto höher das Risiko für Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper und Essstörungen wie Anorexie.
Besonders alarmierend dabei ist, dass in der „SkinnyTok“-Bubble auch gefährliche Verhaltensweisen romantisiert werden, die stark an alte Pro-Ana-Foren (Anorexia nervosa/Magersucht) erinnern. Nutzer:innen motivieren sich hier gegenseitig dazu, weniger zu essen.
Impuls für den Unterricht
Starten Sie mit einem Video oder Screenshot aus der SkinnyTok-Welt wie etwa arkadiastiktok (@arkadiastiktok) | TikTok. Fragen Sie: „Was fällt euch daran auf?“ oder „Wie fühlt ihr euch beim Ansehen?“
Diskutieren Sie gemeinsam:
- Was ist gesund und was nicht?
- Warum wirken solche Inhalte so überzeugend?
- Wie kann man sich (und andere) davor schützen?
Tipp: Das Thema eignet sich besonders für Ethik, Biologie, Sozialkunde oder Medienbildung – ideal zur Förderung von Medienkompetenz, einem gesunden Selbstbild und psychischer Gesundheit.
Sie stoßen im Schulalltag auf Social-Media-Trends, bei denen Sie unsicher sind, wie Sie diese pädagogisch einordnen oder im Unterricht aufgreifen können? Dann schreiben Sie uns! Wir prüfen aktuelle Trends für Sie und liefern fundierte Einschätzungen sowie passende Unterrichtsimpulse.
Unsere Quelle:
Die Studie: "The association between social comparison in social media, body image concerns and eating disorder symptoms: A systematic review and meta-Analysis" ist im März 2025 im Journal "Body Image" erschienen. Direkter Link zur Studie (in englischer Sprache): The association between social comparison in social media, body image concerns and eating disorder symptoms: A systematic review and meta-analysis - PubMed